Nach einer tollen Reise landen stets einige Souvenirs im Gepäck. Sei es die regionale Delikatesse oder ein Elektronikartikel, der im Urlaubsland günstiger zu haben ist. Nicht jeder Artikel ist jedoch zollfrei, wie die Liste des Zolls zeigt. Worauf Urlauber achten müssen, damit das Schnäppchen hinterher nicht teurer wird als der Online-Kauf.

Zollfrei reisen: Die Begrenzungen beachten

Begrenzungen gibt es bei Alkohol, Zigaretten und Kaffee. Diese fallen unter die Kategorie Genussmittel und müssen deshalb in jedem Fall verzollt werden. Wer diese Dinge einführen möchte, zahlt eine gesondere Verbrauchssteuer, deren Höhe von der eingeführten Menge abhängt.

Kaffee darf bis zu einem Gewicht von zehn Kilogramm eingeführt werden. Wer mehr einführen möchte, muss Abgaben verrichten. Zu beachten ist, dass stets die Gesamtmenge gilt. Außerdem gelten bei Zigaretten, Zigarillos und Rauchtabak gesonderte Regeln, die beachtet werden müssen. Wer im Vergleich zum Online-Shopping sparen möchte, sollte sich vor Reiseantritt über die jeweils geltenden Richtlinien kundig machen.

Dürfen Souvenirs eingeführt werden?

Muscheln oder Schneckenhäuser dürfen normalerweise nicht eingeführt werden. Oft handelt es sich um geschützte Arten, die lieber am Strand gelassen werden sollten. Auch wenn der Straßenhändler die notwendigen Papiere zur Hand hat, bedeutet das nicht, dass eine Einfuhr erlaubt ist.

Viel öfter handelt es sich bei Souvenirs dieser Art um Fälschungen aus Plastik. Diese müssen ganz normal verzollt werden, wenn sie den Maximalbetrag übersteigen. Wer sich vor dem Kauf im Netz schlau macht, findet oftmals günstige Alternativen.

Vorsicht ist auch bei Räucherstäbchen und Räucherholz geboten. Diese könnten aus geschützten Hölzern bestehen und dürfen dementsprechend nicht eingeführt werden. Hier gilt es, beim Händler nachzufragen und im Zweifelsfall auf den Kauf zu verzichten.

Bei großen Artikeln lässt sich kaum sparen

Bei größeren Artikeln lohnt sich der Kauf oft nicht mehr. Zollfreie Gegenstände dürfen zwar mitgenommen werden, doch wer mehrere Dinge einführen möchte, unterschätzt oft den Wert und muss zahlen. Die hohen Gebühren machen das vermeintliche Schnäppchen zunichte. Deshalb gilt es, vor der Abreise den Taschenrechner zu zücken und genau nachzurechnen, ob sich die Einfuhr überhaupt lohnt. Tipp: Kleine Gegenstände aufteilen und nach Deutschland verschicken. Trotz Versandkosten sind Ersparnisse möglich, welche die Zollgebühren übersteigen.

Wer Elektronikartikel einführen möchte, sollte sich genau über die Freibeträge informieren. So lassen sich unerwünschte Überraschungen am Flughafen vermeiden.

Wie viel Bargeld ist erlaubt?

Waren bis zu einem bestimmten Betrag sind zollfrei. Doch wie viel Bargeld darf man einführen? Grundsätzlich gilt eine Grenze von 10.000 Euro. Dazu zählen Bargeld und Wertpapiere. Wer höhere Summen bei sich trägt, muss dies bei der zuständigen Zollbehörde anmelden und verzollen. Das Formular findet sich auf der Webseite des Zolls.

Bei der Einfuhr von Gegenständen und Bargeld aus dem Urlaubsland ist also einiges zu beachten. Nicht nur bedeutet zollfrei nicht gleich zollfrei, bestimmte Dinge dürfen generell nicht eingeführt werden oder sind an höhere Gebühren gebunden. Wer sich vor Reiseantritt über die geltenden Regeln informiert, erspart sich böse Überraschungen und profitiert von den Möglichkeiten, die abweichende Preise im Ausland bieten.